Rückblick Digitalize – Bau+Immo 3.0 – Status Quo und Potential in der Baubranche

Die Digitalize Bau&Immo ist Österreichs größte Bau- und Immobilienkonferenz. NAVAX Division Manager Marketing | Sales | Product Management Christoph Hammer und der Leiter unseres Kompetenzcenters Bau+ Christian Moser haben sie besucht – lesen Sie jetzt ihren Rück- und Ausblick.

Traditionell ist der Digitalisierungsgrad am Bau sehr niedrig. Die Zeiten, an denen Arbeiter Zement auf Baustellen schaufeln und Teile direkt auf der Baustelle immer wieder angepasst werden, sind noch nicht vorbei. Christoph Gröner, einer der größten Immobilienentwickler und Bauherren Deutschlands,  beschreibt sehr plakativ, dass sich seit den Ägyptern quasi nicht viel geändert hat.

In der Automobilbranche oder bei Maschinenbauern ist es heute unvorstellbar, dass in der Planung nicht alle Details enthalten sind und die Daten dann nicht entsprechend weiterverwendet würden. Genau das ist aber in der Baubranche (noch) der Fall. Die Erstellung der Detailplanung in allen Details, der Verwendung dieser Daten danach im Bau und der nachfolgenden Verwertung und Verwaltung passiert noch nicht.

Digitalize Bau&Immo 3.0 am 7.3.2019 im Park Hyatt

Man könnte  jetzt „BIM“ einwerfen, „build digitally first“.  In der Baubranche versteht man darunter eine Arbeitsmethode im Planungs-, Abwicklungs- und Betreiberprozess, die auf der Entwicklung elektronischer Gebäudemodelle basiert, aber nicht nur geometrische oder CAD-Daten beinhält, sondern Daten zu den einzelnen Bauteilen wie Materialeigenschaften, Kosten, Termine etc. gleich in das Modell integriert.

Dabei wird aber gerne vergessen, dass als Voraussetzung zuerst die internen Prozesse optimiert und durchgängig gemacht werden müssen, um sie auf die BIM-Arbeitsweise abstimmen zu können.

Die ersten Ansätze sind also ein gemeinsames Puzzle-Spiel der Teilnehmer, angesiedelt bei den großen Playern am Markt. Das genau ist derzeit die Herausforderung. Die mittelständischen und kleinen Unternehmen sind meist dafür noch nicht gerüstet. Also reißt die Planungskette in der Subunternehmerkette sehr schnell wieder ab. Es fehlt an Standards, jeder baut sich seine eigene Welt.

Die Automotive Branche wird immer als Vorbild genannt. Branchenlösungen basierend auf Standardsoftware kommen auch in der Baubranche immer stärker. Damit könnte auch eine Konsolidierung der Branche einhergehen. Nur wer mit der Digitalisierung und Standardlösungen gleich auf bleibt, erlebt die Zukunft.

Was das Thema Collaboration betrifft, so gibt es viele „Low hanging fruits“. Die Verwendung von Microsoft Teams, Office365 und anderen Standard Produkten ist noch nicht in der Branche angekommen. Hier kann man jedoch mit überschaubaren Kosten große Mehrwerte erzielen.

Unser Fazit: Viel Potential, viele Visionen, viele spannende Vorhaben!

Christoph Hammer und Christian Moser auf der Digitalize Bau&Immo 3.0

Mehr über unsere Lösungen

Autor: Mag. Christoph Hammer

Mag. Christoph Hammer beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der digitalen Optimierung von Prozessen. Seine Wurzeln liegen im Finance in der Wirtschaftsprüfung. Nach Stationen in der Beratung und im Vertrieb von Software im Oracle und SAP Umfeld war er zuletzt bei Microsoft tätig. Er ist mittlerweile der Meinung, dass zahlenbasiertes gesamtheitliches Marketing der strategisch wichtigste Bereich eines Unternehmens ist. Bei NAVAX ist Christoph der Bereichsleiter für Marketing, Sales und Products. Er ist gebürtiger Oberösterreicher, lebt in Gerasdorf bei Wien, ist 41 Jahre alt, verheiratet und Vater von 3 Kindern. In seiner Freizeit ist er ein begeisterter Kletterer, Läufer und vielleicht bald Triathlet – wenn Zeit dazu bleibt. Hin und wieder spielt er auf der Steirischen Harmonika – bevorzugt zu später Stunde.

Autor: Christian Moser

Leiter des Kompetenzcenters Bau+ bei NAVAX

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