Microsoft Dynamics 365 Business Central

Am ERP Markt schwirrten einige Namen für die nächste Microsoft Dynamics NAV Version herum, jetzt ist sie da und heißt Business Central. Was verbirgt sich aber nun genau hinter Business Central?

Das ist nun der letztgültige Name, am Markt gab es ja einige Verwirrung mit diversen Projektnamen: Geht es weiter mit dem Namen NAV oder kommt ein ganz ein anderer Name? Fakt ist, dass der Name NAV nun vom Markt verschwinden wird! Das Produkt wird ab Herbst 2018 allgemein Microsoft Dynamics 365 Business Central heißen. Die Produktlinie wird aber weitergeführt.

Das Wesentlichste aus meiner Sicht ist aber, dass eine neue Form der Bereitstellung kommen wird. Zusätzlich zu der Variante, dass Business Central lokal „on premise“ installiert oder im externen Rechenzentrum gehostet wird, kommt nun endlich auch eine komplette Cloud Version auf den Markt, die als SaaS Lösung (Software as a Service) angeboten wird. Bei dieser Variante wird vom Hersteller alles bereitgestellt. Man bucht sich einfach ins System ein und alle Updates werden automatisch eingespielt. Man zahlt ein monatliches Abo und bezieht quasi online den Client. Und das ist tatsächlich so einfach wie es klingt!

Was ist nun das Besondere an Business Central?

Was Microsoft hier geschafft hat, ist ziemlich genial. Wir sprechen hier von derselben Code-Base für alle drei Varianten (lokal, gehostet, in der Cloud). Das sind nicht drei verschiedene Produkte, sondern immer ein und das selbe Business Central! Der Name ist meiner Meinung nach auch genial gewählt, denn es spiegelt die Philosophie zu diesem Produkt sehr gut wieder. Es soll sich als Organisations-Drehscheibe in einem Unternehmen etablieren. Auf Grund sehr guter Integrationsmöglichkeiten in Office 365 besteht die Möglichkeit, Business-Logiken direkt zu verwenden. Man hat nicht mehr das Gefühl, sich in einem eher sperrigen ERP System zu befinden. Der User bewegt sich in der gewohnten Umgebung von Microsoft Tools wie Excel und Outlook, die ERP Prozesse laufen im Hintergrund ab.

Zusätzlich dazu ist es aber möglich, die modernen Entwicklungen von Microsoft mitzuverwenden. Ich denke da an Cortana Intelligence oder Azure Services, alle kognitiven Services sind hier Bestandteil der Lösung. Neu dabei: Über sogenannte Extensions binde ich sie direkt an Business Central an und passe sie meinen Bedürfnissen an, ohne dabei den Source Code zu verändern. Das bewirkt natürlich einen riesen Vorteil beim Thema Upgrade auf eine neue Version. Die Core-Version wird in keinster Weise verändert. Bei der SaaS Lösung werden die Updates sogar automatisch eingespielt. Das war jetzt zum Beispiel bei Inkrafttreten der DSGVO Richtlinien der Fall: da waren von einem Tag auf den anderen die entsprechenden Upgrades dafür in unserer internen Business Central Lösung verfügbar.

Eine weitere Besonderheit ist das Common Data Service. Das ist ein einheitliches Datenmodell, alle Businessanwendungen von Microsoft (auch CRM – Dynamics 365 Customer Engagement oder die Business Intelligence Lösung Power BI!) können hier aufsetzen, man findet also eine gemeinsame Datenbasis. Die Produkte wachsen immer stärker zusammen, man kann aus dem vollen Microsoft Dynamics Produktpool schöpfen und braucht sich keine Gedanken mehr über redundante Daten machen.

Business Central klingt durch die Office 365 Integration sehr user-freundlich. Stimmt dieser Eindruck?

Ja, absolut. Ich habe ein kleines Demovideo gemacht, das ich sehr gerne anhänge, wo man eindeutig sieht, wie einfach aus Outlook heraus Business-Cases bearbeitet werden. Von einer Anfrage eines Kunden über eine Angebotslegung, einer Preisverhandlung und der direkten Bestellung danach. Wir bewegen uns bei diesem Case in Outlook, die Verarbeitung des Prozesses findet aber im Hintergrund in Business Central statt.

Was ist sonst noch neu bei Business Central – findet man sich als eingeschworener NAV-User noch zurecht?

Die Oberfläche ist nach wie vor in Kacheln aufgebaut, dieses Look & Feel kennen wir alle bereits seit der Version Microsoft Dynamics NAV 2009. Neu ist nun die Einbindung von Business Intelligence (Power BI), aber nicht nur in Form von Grafiken und Diagrammen, sondern auch in Textformat.

Die Aktionsbuttons (wie zum Beispiel Verkaufsangebot usw.) sind nach wie vor mit einem Mausklick zu verwenden und führen direkt zur gewünschten Anwendung. Die Kacheln dienen als Einstiegspunkte in gefilterte Listen, die Diagrammparts sind mit sehr gelungenen Mouse-Over-Funktionen ausgestattet, rundum eine sehr fesche und bedienerfreundliche Oberfläche, gefällt mir sehr gut.

Was noch neu ist, ich kann mir meine Ansichten in Business Central nun selbst mit einem Designer anpassen und dieses Design anderen Kollegen durch einen Mouse-Klick als Extension zur Verfügung stellen. Das funktioniert nicht nur für die PC Ansicht, sondern auch für Tablet- oder Smartphone-Masken. Damit kann für jede Benutzergruppe ein effizientes Arbeiten gewährleistet werden.

Wenn Sie sich das zirka 20-minütige Demovideo von Business Central, wo ich die neuen Features und ein Look & Feel herzeige, ansehen wollen, dann klicken Sie bitte hier.

Für generelle Informationen zu Business Central und einem Funktionsüberblick empfehle ich unsere Website www.navax.com/business-central.

Autor: Marco Mülleder

Marco Mülleder ist produktverantwortlich für Microsoft Dynamics NAV in der NAVAX Unternehmensgruppe. Davor war er als Berater und Projektleiter in ERP Projekten im In- und Ausland, mit Schwerpunkt SCM und Produktion tätig. Seit 2006 arbeitet er nun bei NAVAX, zuvor arbeitete er als Ingenieur im Bereich Hydraulikanlagenbau. Marco Mülleder ist Vater von zwei Kindern und begeisternder Skifahrer und Bergsteiger.

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