Gastblog: Ist die Zukunft des Baugewerbes digital?

Heute haben wir Mag. Ursula Koller von Sana Commerce gebeten, einen Blick auf das Baugewerbe aus der Sicht eines B2B E-Commerce Anbieters zu werfen.

E-Commerce kann längst nicht mehr als Trend angesehen werden. Im B2C Sektor gilt es bereits als überlebenswichtig, seine Produkte auch online anzubieten. Auch der B2B Sektor bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. B2B-Unternehmen dürfen die Augen vor der Wahrheit nicht mehr verschließen und müssen sich der digitalen Transformation Ihres Unternehmens stellen. Aber gilt das für alle Unternehmen? Auch für die aus dem Baugewerbe? Die Zahlen sprechen für sich.

Die Baubranche boomt – weltweit

Eine sich erholende Weltwirtschaft und ein Nachfrage-Peak nach Baumaterial bescheren der Baubranche rosige Zeiten und auch die Zukunft verspricht laut Global Construction Perspectives und Oxford Economics steigende Umsätze:

  • Die globale Bauleistung soll bis 2030 um 85 % wachsen.
  • Das würde einen Markt von 15,5 Billionen Dollar entsprechen.
  • Mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von 3,9 % wird das Baugewerbe das globale BIP-Wachstum um mehr als 1 % übertreffen.

Also kein Grund zur Sorge für Bauunternehmer sowie Baumaterial- und Werkzeughersteller. Um einen Teil vom Kuchen zu erhalten, heißt es allerdings auch im Baugewerbe, sich stetig weiterzuentwickeln. Wer wichtige Trends verschläft, der bleibt auch in dieser Branche schnell auf der Strecke.

Aktueller Stand der digitalen Transformation im Baugewerbe

Laut einer unabhängigen Studie von Sana Commerce in Zusammenarbeit mit Sapio Research, gaben 72 % der B2B-Unternehmen aus dem Baugewerbe an, bereits über eine Strategie zur digitalen Transformation zu verfügen. Das sind mehr als es in anderen Branchen der Fall war.
Für 55 % der Befragten des Baugewerbes spielt E-Commerce (vor allem ein eigener Webshop) eine entscheidende Rolle in dieser digitalen Transformationsstrategie. Kein Wunder, denn bereits 75 % der Bauunternehmen wurden schon einmal von Ihren Kunden gefragt, ob es möglich sei, Ihre Produkte online zu kaufen. Unternehmen des Baugewerbes reagieren somit auf den Wunsch der Digitalisierung des Kunden.

Weitere digitale Trends im Baugewerbe

Das Internet der Dinge

IOT hat viele Vorteile für den Bau und eröffnet Möglichkeiten, Operationen zu optimieren, die Sicherheit zu verbessern und natürlich Geld zu sparen. So lassen sich zum Beispiel heute Mitarbeiter und Maschinen ganz anders verfolgen und tracken als es sonst der Fall war. Durch Wearables können die Standortdaten von Mitarbeitern abgerufen werden, um diese schneller über mögliche Gefahren zu informieren. Geräte-Sensoren geben Auskunft über die Beschaffenheit der eingesetzten Maschinen und melden, wenn diese reparaturbedürftig sind. In der Befragung durch Sana Commerce gaben 61 % der Bauunternehmen an, bereits IOT für die automatische und/oder vorausschauende Bestellung einzusetzen.

BIM

Eine weitere Technologie, die der Industrie hilft, ihre Effizienz zu steigern, ist die Building Information Modeling Software (BIM). BIM-Plattformen erlauben es Unternehmen von traditionellen 2D-Designs zu informationsreichen 3D-Plänen überzugehen, indem sie die Modellierung mit Visualisierungstools und Projektmanagement integrieren. Durch Echtzeit-Zusammenarbeit und -Problemlösung bietet BIM umfangreiche Optimierungsmöglichkeiten für Prozesse.

3D-Druck

Auch als additive Fertigung bekannt, könnte 3D-Druck die Lieferkette, wie wir sie kennen, vollständig verändern. Laut PwCs Strategy& ebnet dies den Weg für weiteres Prototyping und produziert sogar Teile nach Bedarf. Letzteres bietet mehrere wesentliche Vorteile bei Ersatzteilen: Die Hersteller können ihre Lager stark verkleinern und Kunden brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen, ob Teile verfügbar sind.

Die Digitalisierung ist obligatorisch

Viele der von Sana Commerce befragten Bauunternehmen befanden sich zwar noch am Anfang ihrer digitalen Transformation, waren sich aber sicher, dass ein Scheitern oder Ignorieren der Digitalisierung im Verlust ihrer Kunden und der Wettbewerbsfähigkeit resultieren würde. Noch ist es nicht zu spät, auf den Zug der digitalen Transformation aufzuspringen – aber verpassen Sie ihn nicht!

Haben Sie Interesse an der unabhängigen Studie von Sana Commerce in Zusammenarbeit mit Sapio Research? Hier können Sie sie downloaden!

 

Autor: Mag. Ursula Koller

Ursula Koller ist seit 2016 als Marketing Manager DACH bei Sana Commerce für Deutschland, Österreich und die Schweiz verantwortlich. Davor war sie in unterschiedlichen Marketingpositionen bei Softwareherstellern wie Oracle, SAP und Microsoft tätig.

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