Wo lässt Ihr Unternehmen Geld liegen?

In den letzten Wochen haben wir uns wieder sehr intensiv mit dem Thema Business Intelligence in der Unternehmenssteuerung beschäftigt. Man glaubt gar nicht, wie viele Unternehmen, gerade in der Finanzbranche, sich immer noch mit diesem Thema so richtig plagen. Mühevolles, teilweise mehrere Tage oder sogar Wochen dauerndes Zusammentragen von Daten und Informationen, aus denen dann ein leidgeplagter Controller den üblichen Monatsreport zusammenzimmert.

Das ist leider immer noch Gang und Gäbe.

Und wenn das Monatsreporting erledigt ist, beginnt man schon wieder mit dem Zusammentragen für den nächsten Monat. Dazwischen kommt die Unternehmenssteuerung eigentlich zu kurz. Aber über die strukturellen Aspekte habe ich bereits in einem vorigen Blogbeitrag geschrieben.

Heute gehe ich mit Ihnen einen Schritt weiter in unserer Reise zur Informations-Erleuchtung.

Denn das beste Werkzeug, samt sinnvoll gestalteter Architektur hilft nicht, wenn man nicht die richtigen Stellen anzapft bzw. sich nicht die richtigen Fragen stellt.

Eine der wichtigsten ist: Wo lässt Ihr Unternehmen Geld liegen? Denn nichts ist so einfach wie Geld sparen, das man eigentlich schon hat. Oder?

Ich helfe ein wenig nach und gebe mit folgenden Punkten ein paar Ideen, wo Sie nachsehen könnten:

Analyse aller Unternehmensbereiche nach versteckten Kosten und verschenkten Potentialen

Operative Bereiche / Service
  • Bekommen Mitarbeiter Informationen nicht oder zu spät?
  • Ist ein echter 360° Kunden-Blick möglich, wenn Sie relevante Kundendaten in mehreren Systemen halten?
  • Werden Kunden laufend (und richtig) kategorisiert und ihrer Kategorie entsprechend richtig bearbeitet?
  • Können Sie Ihre Konditionen basierend auf Erfahrungswerten aus der gesamten Prozesskette anpassen?
Vertrieb
  • Werden Leads bzw. Verkaufschancen ordentlich gepflegt?
  • Bleiben Angebote liegen und werden nicht nachtelefoniert / nachgefasst?
  • Wissen Sie, wie sich Verkaufschancen entwickeln, ob sich Volumen und Wahrscheinlichkeiten ändern oder sie sich laufend verzögern?
  • Aus wie vielen Angeboten werden tatsächlich Verträge bzw. wo liegt Ihre tatsächliche Win-Lose Ratio?
Marketing
  • Werden Ihre Kundenstammdaten und Kontaktliste ordentlich gepflegt?
  • Gehen Marketingkampagnen ins Leere, weil falsche Ansprechpartner und/oder Zielgruppen adressiert werden?
  • Woher kommen diejenigen Leads bzw. Verkaufschancen, die Sie tatsächlich zu Kundenbeziehungen umsetzen?
  • In welchen Kanälen sind Sie wie gut unterwegs, und in welchen Kanälen sollten Sie sich verstärkt bemühen?
  • Können Sie neue Marketing-Kampagnen mit Versuchsgruppen testen und mit Benchmarks aus Ihren eigenen Kundendaten vergleichen?
Rechnungswesen & Risk-Management
  • Wie lange dauert der Entscheidungsprozess?
  • Kennen Sie Ihre Wertberichtigungsquoten und gibt es systemische Aspekte?
  • Wie entwickeln sich die Geldflüsse des Bestandsportfolios?
  • Verfolgen Sie den Verlauf von Bonitäten – z.B. wie stark und in welche Richtung verändern sich Bonitäten im Neugeschäft?
  • Sind ihre Bonitätsklassen treffsicher bzw. müssen Sie Ihr Rating und Scoring prüfen?
  • Wie ist die Entwicklung ihres Risikoprofils nach Bonitätsklassen, Sicherheiten, Blankoanteilen usw.?

Üblicherweise können Unternehmen einen Großteil dieser Fragen nicht beantworten. Zumindest nicht ohne den armen Controller wieder mal für 2 Wochen wegzusperren sodass er seiner eigentlichen Tätigkeit nicht nachkommen kann.

Fazit: Sie wissen nicht, welche Maßnahmen Sie setzen müssen um zu verhindern, dass Ihr Unternehmen unnötig Geld liegen lässt.

Wie lässt sich das ändern?

Aus einer Kombination aus guter Beratung und einer passenden IT-Lösung.

Zuerst muss sichergestellt werden, dass grundsätzlich die Möglichkeit zur Erfassung der benötigten Daten im Unternehmen gegeben ist. Gegebenenfalls muss an der einen oder anderen Stelle nachgebessert werden. Dies kann die Änderung oder Implementierung von IT-Systemen oder organisatorischen Maßnahmen (oder beides) beinhalten.

Danach setzt man die definierten Analysen mit einer passenden BI-Architektur um.

Je nachdem, ob Sie ein oder mehrere IT-Systeme für die oben genannten Unternehmensbereiche einsetzen, empfiehlt sich die Implementierung eines sogenannten Datawarehouses, in welchem man Daten aus den Quellsystemen zusammenfließen lässt. Auf dieser Basis kann dann schlussendlich zur Beantwortung aller sich stellenden Fragen ein BI-Front End die Darstellung der Auswertungen vornehmen.

Sollten Sie in der glücklichen Lage sein, alle Kern-Prozesse in einem einzigen System abgebildet zu haben (z.B. mit Henri ) dann kann auch ggf. der direkte Zugriff eines Analyse-Werkzeugs ausreichen.

 

 

Wenn Sie alles richtiggemacht haben, können Sie sodann Ihr nächstes Projekt starten: Die richtigen Maßnahmen ergreifen um zu vermeiden, dass unnötig Geld liegen gelassen wird. Das ist es ja, was Sie tun wollten, oder?

Autor: Yves-Deniz Underwood

Yves-Deniz Underwood, Business Development Manager Germany, Financial Services ist seit 2003 in der NAVAX Unternehmensgruppe beschäftigt und derzeit für den Geschäftsausbau in Deutschland sowie in der Finanzdienstleistungsbranche verantwortlich. Sein umfassendes Know-How bezieht er aus seiner langjährigen Erfahrung im Vertrieb und in der Begleitung von Projekten in den Bereichen ERP, CRM, Business Intelligence und Collaboration.

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