SmartConnect vs. ConnectBridge – Der Kampf um die „Integration-Plattform Krone“ @ eXtreme365

Wie jedes Jahr, besuche ich auch heuer – jetzt gerade! – die eXtreme. Laut Veranstalter die Messe, wo die Microsoft Dynamics 365 Community zusammen kommt, um Beziehungen zu knüpfen, reales Wissen zu gewinnen und tief in aktuelle und zukünftige Technologien einzutauchen.

Am Tag 1 der eXtreme365, heuer in Lissabon, stand für mich das „SmartConnect Dynamics 365 and CRM Integration Bootcamp“ am Programm. Nach 8 lehrreichen und informativen Stunden unter der Leitung von Chris Dew (Director of Product Management, SmartConnect) und dem durchackern des knapp 70 Seiten umfassenden Trainingacademy Handbuchs, ist es an der Zeit, die Kontrahenten in den Ring zu bitten. In der linken Ecke: SmartConnect, welches mit seinen zahlreichen angebundenen Datenquellen, den flexiblen Ausführungstrigger und den flexiblen Transformationsmöglichkeiten wirbt.
Der Gegner in der rechten Ecke: ConnectBridge, welches mit einem einfachen aber wirkungsvollen Ansatz auftritt. Vier Befehle sind genug: CREATE, UPDATE, INSERT, DELETE.

Runde 1: Der Preis
SmartConnect startet mit 2 verschiedenen Preismodellen.

  • Variante 1: Kaufen um € 4300,-
  • Variante 2: Mieten um € 255,- pro Monat.

Beide Varianten enthalten jeweils 3 Instanzen, wodurch die Installation auf einem Entwicklungs-, Test- und Echtsystems ermöglicht wird. Der Preis von SmartConnect ist unabhängig von der Anzahl der Benutzer, eingesetzten Systemen und übertragenen Datensätzen. Die Mietvariante punktet zusätzlich durch die nicht vorhandene Mindestlaufzeit.
ConnectBridge hingegen bietet auf der Webseite keine detaillierten Preisinformationen. Der erste Punkt geht somit an SmartConnect. (1:0)

Runde 2: Die Datenquellen
Das Abtasten ist vorbei, jetzt geht es ans Eingemachte. Jede Integration-Plattform steht und fällt mit der Anzahl und der Flexibilität seiner angebundenen Systeme. Diesmal darf ConnectBridge vorlegen. Diese starten mit mehr als 30 Konnektoren zu den wichtigsten Businessapplikationen. Darunter SharePoint, Exchange, OneDrive, DropBox, Office, Dynamics365, SalesForce, SAP und viele mehr.

Die Antwort von SmartConnect lässt nicht lange auf sich warten. Man wirbt mit dem Spruch „Connect any source with any destination at any time via any transformation path.“ und auch bei näherer Betrachtung lässt die Software in diesem Bereich kaum Wünsche offen. Die Anbindung der Dynamics365 Apps, SalesForce, Excel- und Textfiles ist genauso möglich wie Webservices und diverse Datenbanken (SQL, OLEDB, ODBC).

In dieser Wertung sind beide gleich auf. Somit ein Punkt für beide. (2:1)

Runde 3: Die Funktionen
Das große Finale erfolgt nun im Funktionsvergleich. Die Königsdisziplin und Entscheidungskriterium für viele Anwender. Der Herausforderer SmartConnect darf hier wieder vorlegen. Die ersten Treffer sind schnell verzeichnet, da alle Feldtypen (inkl. Parteilisten) unterstützt werden, ein intuitiver Drag&Drop Editor, mit Feldsuchfunktion zum Mappen der Felder, enthalten ist und auf Automapping anhand der Anzeigenamen oder Schemanamen von Feldern zurückgegriffen werden kann. Die Mappings können mittels VB oder C# Code transformiert werden. Trotz Zusatzfeature gibt es dafür einen Punkteabzug, da SmartConnect mit „No Code“ wirbt.

Einen weiteren Punkteabzug gibt es für die Updatefunktion. Beim Datensatzmatching ist man auf ein Feld limitiert, welches als Group-Feld festgelegt wird und den bestehenden Datensatz damit eindeutig identifizieren soll. Feldkombinationen sind somit nicht möglich. Die Übertragung der Daten kann in Echtzeit, geplant, manuell oder per Aufruf sowohl Uni- als auch Bidirektional erfolgen. Einen automatischen Report über Erfolg oder Misserfolg sucht man in der aktuellen Version leider vergeblich.

Was hat der Kontrahent ConnectBridge dem entgegenzusetzen? ConnectBridge arbeitet anders als SmartConnect nicht mit einer grafischen Oberfläche und benutzerfreundlichen Drag&Drop. Stattdessen nutzt man die umfangreichen Möglichkeiten von SQL. Sie schreiben Ihr SQL Statement, ConnectBridge übersetzt dieses in den passenden API Aufruf und liefert die Daten zurück.

Dieser einfache, aber wirkungsvolle Ansatz, der nur an Grenzen von SQL gebunden ist, verschafft ConnectBridge einen weiteren Punkt (2:2)

… and the Winner is
Der Kunde! Beide Softwarelösungen haben ihre Stärken und Schwächen, aber je nach Anwendungsbereich, gib es entweder die einfache Drag&Drop Integration von SmartConnect oder die leistungsstarken SQL Integration von ConnectBridge.

Quellen:  http://trysmartconnect.com/wp-content/uploads/2016/04/SC-logo-blue.png

http://www.connecting-software.com/wp-content/uploads/2016/01/cs_untereinander_orange_72dpi-01.jpg

Autor: Christian Hauser

Ing. Christian Hauser, Produkt Manager CRM, ist seit 2013 bei NAVAX tätig. Als Consultant war er mit der Umsetzung großer CRM Projekte im D-A-CH Raum betraut. Seit 2017 fungiert Christian Hauser als Produkt Manager CRM und ist somit für das Vorantreiben des Themas CRM im Haus NAVAX verantwortlich. Er ist ein absoluter Sommermensch, reist gerne in wärmere Gefilde und hat dabei (fast) immer seinen Beachvolleyball dabei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.