Die Microsoft Cloud über Deutschland und Österreich?

Jetzt ist es so weit. Microsoft bietet in einem ersten Schritt einen Teil seiner Azure Online Services aus Rechenzentren in Deutschland an – technisch und rechtlich getrennt vom weltweiten Netz an Microsoft Rechenzentren. Microsoft kann auf die Daten nur unter Aufsicht des Treuhänders T-Systems zugreifen. So etwas kann derzeit weder Amazon noch Google bieten.

Ob das die Skepsis im deutschen Sprachraum gegenüber der Cloud reduzieren wird, ist die spannende Frage. Die Angst vor einem Datentransfer von Europa nach Amerika und damit der mögliche Zugriff der US-Behörden auf die Daten war und ist ja einer der Gründe für diese Zurückhaltung.

Für Unternehmen, die aufgrund dieser rechtlichen Bedenken Dienste wie O365, Azure oder CRM Online bisher nicht in Anspruch genommen haben, wird die Entscheidung nun leichter.

Meiner Meinung nach fällt die Entscheidung für oder gegen die Cloud nur zu einem geringen Teil aufgrund rechtlicher Aspekte. Vor allem geht es um die grundsätzliche Einstellung und Killer Anwendungsszenarien. Beispiel Whatsapp – jeder, der sich diese App auf seinem Handy installiert, macht gleichzeitig einen Abgleich seiner Kontaktdaten in die Cloud. Spinnen wir das weiter – wenn die Kontaktdaten aus dem CRM System mit dem Handy synchronisiert sind…

Trotzdem wird diese App von 100ten Millionen Usern benutzt – nur ein Beispiel von vielen aus privatem wie auch beruflichem Umfeld.

Unternehmen, die für sich diese Killeranwendung gefunden haben, werden Zweifel über Bord werfen und die Lösung einfach einsetzen. Und diese Killeranwendungen gibt es schon sehr zahlreich. Wer einmal gesehen hat, wie mühelos und schnell Power BI Dashboards eingerichtet und mobil verfügbar sind – wer einmal gesehen hat, wie CRM Online innerhalb weniger Stunden produktiv einsetzbar ist – wer einmal gesehen hat, wie schnell virtuelle Server in der Cloud aufgesetzt und verschoben werden können – wer einmal gesehen hat, wie unendlich skalierbar diese Hyperscale Rechenzentren sind, wird die Lösung einfach einsetzen.

Eine sehr gute Übersicht an Beispielen findet sich hier:
https://blogs.msdn.microsoft.com/jmeier/2016/02/18/microsoft-stories-of-digital-business-transformation/

Und jetzt kann man diese Killeranwendungen auch aus der Deutschen Microsoft Cloud beziehen!

Ich unterstütze gerne beim Finden Ihrer Killeranwendung.

Autor: Mag. Christoph Hammer

Mag. Christoph Hammer beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der digitalen Optimierung von Prozessen. Seine Wurzeln liegen im Finance in der Wirtschaftsprüfung. Nach Stationen in der Beratung und im Vertrieb von Software im Oracle und SAP Umfeld war er zuletzt bei Microsoft tätig. Er ist mittlerweile der Meinung, dass zahlenbasiertes gesamtheitliches Marketing der strategisch wichtigste Bereich eines Unternehmens ist. Bei NAVAX ist Christoph der Bereichsleiter für Marketing, Sales und Products. Er ist gebürtiger Oberösterreicher, lebt in Gerasdorf bei Wien, ist 41 Jahre alt, verheiratet und Vater von 3 Kindern. In seiner Freizeit ist er ein begeisterter Kletterer, Läufer und vielleicht bald Triathlet – wenn Zeit dazu bleibt. Hin und wieder spielt er auf der Steirischen Harmonika – bevorzugt zu später Stunde.

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