QlikView oder Qlik Sense – was denn nun?

BI Tools gibt es viele, da fällt die Auswahl schwer. Ich als BI Consultant der NAVAX greife gerne in meinen reichhaltigen Baukasten, wenn ich Lösungen für Kunden entwickle.

Bevorzugt setzte ich auf die BI Tools von Qlik. Ich schätze die intuitiv zu bedienenden Dashboards, die sich damit bauen lassen.

Vor 20 Jahren, als ich mein erstes interaktives grafisches Vertriebsdashboard mit Oracle Tools entwickelt habe, hat das ein paar Wochen gedauert.

Heute schaffe ich es, mit den Qlik Tools je nach Anforderung bereits in ein paar Tagen zum Ziel zu kommen.

Doch welches Tool der Qlik verwendet man am besten?
Seit bald 2 Jahre steht man vor der Auswahl. QlikView oder Qlik Sense oder beides?

Jedes dieser Tools hat seine Stärken. Es hängt davon ab, wofür Sie es einsetzen wollen. Viele Anforderungen lassen sich auch mit beiden Tools abbilden.

Okay zugegeben, das war jetzt noch keine große Hilfe für Ihre Produktauswahl.

Doch nun zu den Fakten:
Wenn Sie planen, den Schwerpunkt Ihrer BI Lösung auf Self Service zu legen, dann ist Qlik Sense das Produkt Ihrer Wahl.

Es ist sehr intuitiv zu bedienen. Die Fachabteilung kann mit einem Datenmodell, das durch Beratung oder interner IT bereitgestellt wird, rasch Abfragen machen und eigene Dashboards entwickeln.

Die ist zwar auch mit QlikView, dem zweiten Produkt von Qlik, möglich, aber nicht so wie bei Qlik Sense mit einfachem Drag&Drop. Davon ist man bei QlikView noch weit entfernt.

Qlik Sense ist generell gesehen moderner. Es wurde von der Firma Qlik vollständig neu entwickelt. Mit den modernsten Methoden und vollständig Web basierend. Responsive Design – ein automatisches Anpassen des Dashboards an Ihr Endgerät – ist in Qlik Sense Standard. Die Oberfläche passt sich somit optimal an Ihr Handy, Tablet oder den PC immer gut an.

Natürlich floss in die Entwicklung von Qlik Sense das Grundkonzept von QlikView mit ein. Gut Bewährtes ließ man natürlich an Board. Die Qlik Sense Entwicklung auf der Server Seite wurde mit QlikView 12 nun auch in dieses Produkt integriert.

Im Datenmodell sind beide Produkte kompatibel. Dies trifft auch für Kennzahlen und Variablen zu.

Mit QlikView kann man (fast) alles machen. Der Unterschied der beiden Produkte liegt im Detail. Die Diagrammtypen in Qlik Sense sind von den Einstellungsmöglichkeiten nicht so reichhaltig wie in Qlik View. Aber Extensions fügen sich nahtlos in Qlik Sense ein und sind von den mitgelieferten Diagrammen nicht zu unterscheiden. Hier finden Sie im Web jede Menge Erweiterungen.

Bei Drucken bietet QlikView eigene Reports und die Möglichkeiten mit NPrinting (Add-On) sind vielfältig. Qlik Sense entwickelte für das Reporting und dem Aufbau der Analysen das Data Story Telling – ein alternativer Ansatz.

Dass NPrinting auch bald Qlik Sense erreicht, ist jedoch abzusehen und ich erwarte gespannt diesen Schritt der Qlik.

Und nun zum Preis.
Qlik Sense ist im Einstieg billiger. Sie müssen keinen Server lizenzieren, und erhalten 5 User zum merklich reduzierten Preis als Einstiegspaket in der vollen Funktionalität. Die ideale Lösung für Klein- und Mittelbetriebe, die mit einer kleinen Investition viel bewirken wollen.

QlikView wird im größeren Einsatz billiger. Hier müssen Sie zu Beginn etwas mehr investieren, erhalten dann aber die Möglichkeit, mit Document Cals günstiger Auswertungen in Ihrem Unternehmen zu publizieren.

Sollten Sie noch immer unschlüssig sein, welches das Tool Ihrer Wahl ist, stehe ich Ihnen natürlich gerne für einen individuellen Beratungstermin zur Verfügung!

Autor: Thomas Schmid

Seit 2012 betreut Mag. Thomas Schmid als Senior Consultant Business Intelligence Projekte von der Konzeption über das Design bis hin zur Implementierung. Ebenso ist er Ansprechpartner für das Thema Information Design nach den Hichert Success Regeln. Privat hat der studierte Wirtschaftsinformatiker den Rhythmus im Blut und ist leidenschaftlicher Salsa Tänzer.

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